
Mobilfunk-Discounter haben seit 2004 den deutschen Markt ordentlich aufgemischt. Sie locken mit günstigen Preisen, schlanken Tarifen und flexiblen Konditionen – oft deutlich billiger als klassische Netzbetreiber oder Service-Provider. Heute gibt es längst nicht mehr nur einfache Prepaid-Angebote, sondern auch Allnet-Flatrates und Smartphone-Tarife für verschiedene Nutzergruppen.
Was macht Mobilfunk-Discounter besonders?
Discounter setzen auf das Prinzip „No Frills“ – also „ohne Schnickschnack“. Das bedeutet:
- Tarife sind einfach gestrickt, ohne teuren Zusatzservice.
- Vermarktung erfolgt meist online oder über Starterpakete im Handel.
- Kunden verwalten Verträge eigenständig über App oder Online-Center.
Vorteile
- Sehr günstige Preise, oft deutlich niedriger als bei Netzbetreibern.
- Flexible Modelle: Prepaid, Kurzlaufzeit oder Verträge mit 24 Monaten.
Nachteile
- Weniger persönlicher Service (Hotline oft kostenpflichtig, Kontakt meist per Chat oder App).
- Preisvorteile gelten häufig nur für Neukunden.
- Maximalgeschwindigkeit im LTE- oder 5G-Netz ist nicht immer inklusive.
Prepaid oder Vertrag – was passt besser?
- Prepaid-Discounter: Früher Standard, heute oft mit 28-Tage-Abrechnung statt voller Monate. Dadurch entstehen pro Jahr 13–14 Abbuchungen.
- Vertrags-Discounter: Bieten monatliche oder 24-Monats-Laufzeiten an – meist günstiger gerechnet als Prepaid. Marken wie Drillisch oder freenet sind hier stark vertreten.
Für wen lohnt sich was?
- Gelegenheitsnutzer: Minutenpreise ab wenigen Cent, SMS ebenfalls günstig. Internet oft als Tagesflat für unter 2 Euro buchbar.
- Normale Smartphone-Nutzer: Internetpakete und kleine Flats ab wenigen Euro im Monat.
- Vieltelefonierer & Power-User: Allnet-Flats mit SMS und Internet-Flat stehen ebenfalls zur Auswahl.
Einen Überblick über aktuelle Angebote gibt unser [Tarifvergleich für Handys].
Sparen bei Auslandstelefonaten
Auch internationale Gespräche können mit Discountern erheblich günstiger sein:
- Spezielle Anbieter bieten Verbindungen in Länder wie Türkei, Polen, USA oder Asien schon für wenige Cent pro Minute.
- Innerhalb der EU gibt es regulierte Preisobergrenzen – außerhalb der EU können Standardtarife jedoch teuer werden.
Tipp: Wer regelmäßig ins Ausland telefoniert, sollte einen spezialisierten Discounter-Tarif wählen.
Handys beim Discounter
Subventionierte Geräte sind selten. Einige Discounter bieten Einsteiger-Smartphones an, aber hohe Rabatte wie bei Netzbetreibern gibt es kaum. Häufig lohnt es sich mehr, ein Gerät separat im Handel zu kaufen oder das alte Smartphone weiterzuverwenden. Besonders Modelle, die schon von einem Nachfolger abgelöst wurden, sind im freien Verkauf oft echte Schnäppchen.
Fazit
Mobilfunk-Discounter sind eine preiswerte Alternative zu Netzbetreibern, besonders für preisbewusste Nutzer. Wer bereit ist, Service selbst online zu managen und auf Luxusleistungen zu verzichten, kann mit Discounter-Tarifen viel sparen – ob Prepaid oder Vertrag.

