Neubau clever ans Telekommunikationsnetz anbinden

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Wer ein neues Eigenheim plant, möchte selbstverständlich nicht auf Telefon, Internet und TV verzichten. Doch was auf den ersten Blick simpel wirkt, sollte mit Bedacht organisiert werden – sonst können schnell zusätzliche Kosten im hohen dreistelligen oder gar vierstelligen Bereich entstehen. Mit guter Planung lassen sich diese Ausgaben oft vermeiden.

Zusammenarbeit bei der Erschließung

Damit ein Neubau ans Telefon- und Datennetz angeschlossen wird, arbeiten Architekten, Ingenieure und die zuständigen Telekommunikationsunternehmen eng zusammen. Häufig übernimmt der Wasser- oder Energieversorger den Erdaushub, und die Leitungsschächte werden anschließend von den Netzbetreibern mitgenutzt. Die Preise für solche Arbeiten variieren stark je nach Region.

In neu erschlossenen Baugebieten sind die Kosten für Anschlüsse in der Regel bereits im Kaufpreis des Grundstücks enthalten, da hier Telefon, Strom, Wasser und oft auch Glasfaser gemeinsam verlegt werden.

Glasfaser statt Kupfer – jetzt reagieren!

Die Zukunft der Infrastruktur heißt Glasfaser bis ins Haus (FTTH). Bis Ende der 2020er-Jahre werden fast überall in Deutschland Leitungen gelegt, die die alten Kupfer- und Koaxialkabel ablösen.

Wichtig: Hauseigentümer sollten Schreiben der Netzbetreiber keinesfalls ungeprüft entsorgen. Erstens hängt ein geförderter Glasfaserausbau meist davon ab, dass sich mindestens 40 Prozent der Haushalte frühzeitig für einen Anschluss entscheiden. Zweitens spart man bares Geld, wenn man sich sofort beteiligt: Während die Installation im Rahmen der Vorvermarktung oft kostenlos oder deutlich günstiger erfolgt, werden bei einer nachträglichen Erschließung meist über 1.000 Euro fällig.

Darum gilt: Glasfaser-Angebote annehmen – auch wenn man zunächst nur einen kleinen Tarif bucht.

Eigenleistung – sinnvoll, aber mit Bedacht

Manche Bauherren überlegen, durch Eigenarbeit zu sparen. Grundsätzlich ist das möglich, doch Vorsicht: Fehlerhafte Eigenleistungen können im Schadensfall (z. B. Brand, Rohrbruch) Probleme mit Versicherungen oder Versorgern verursachen.

Realistisch ist dagegen, einfache Vorarbeiten wie den Aushub nach Absprache selbst zu erledigen. Wer die Termine und Pläne mit allen beteiligten Versorgern abstimmt, vermeidet doppelte Arbeit und spart Kosten.

Schwierige Fälle: Abgelegene Grundstücke

Besonders teuer kann die Anbindung werden, wenn ein Gebäude sehr abgelegen ist – etwa ein Vereinsheim oder ein Wochenendhaus. Hier verlangen Anbieter oft die vollen Erschließungskosten, die schnell fünfstellig ausfallen können.

Alternativen:

  • LTE- oder 5G-Tarife für Zuhause mit hohem Datenvolumen,
  • unbegrenzte Mobilfunktarife,
  • oder als letzte Lösung eine Satellitenverbindung, die inzwischen deutlich erschwinglicher geworden ist.

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